Abenteuer Camping [Urlaubsplanung]

Das soll jetzt auf jeden Fall ein Mutmacher Beitrag werden!!!

Hinter Bildschirmen findet ihr nichts –
hinter der Tür findet ihr Abenteuer!!

Abenteuer für wenig Geld.

Meine ursprüngliche Idee für einen Blog war eigentlich eine Art Doku über Campingurlaub mit Kind und Hund.

Ich fahre jetzt seit 6 Jahren alleine campen mit meinen Kindern (und Hunden) und finde es unheimlich schade nirgendwo andere Alleinerziehende zu treffen.

Meine Recherchen auf den Campingplätzen blieb bei: da kommt höchstens eine im Jahr vorbei.

Viel zu schade!!!

Traut euch was!!!!

Es ist nicht schwer!!!!

Das ist echtes Abenteuer für die Kinder.

Es lohnt sich!!!

Für eure Kinder- und für euren Zusammenhalt!

Den ganzen Tag draussen, andere Kinder, Natur, draussen kochen, essen, aufwachen,….das ist einfach wirklich mal weg vom Alltag. Mal nicht die gewohnten Betonwände um sich rum, Lichtschalter ein, Lichtschalter aus. Sondern wirklich- soweit das für uns noch gefahrlos möglich ist- mit der Natur und in der Natur mal 1-2 Wochen leben und bewegen.

 

Ihr werdet merken wie extrem euch dieses komplett draussen leben runter bringen wird.

Im Dreck und auch mal nass werden, im Regen, und sich provisorisch kurz behelfen müssen. Man stösst immer wieder an kleine  Problemchen und Herausforderungen, die dann gelöst werden müssen. Aber genau DAS IST ABENTEUER.

Unerwartete Situationen kreativ meistern.

Und die Kinder finden es cool.

Nicht in dem Moment.
Klar sind auch sie genervt, wenn die Mücken über einen herfallen oder der Kühlschrank in der grössten Hitze seinen Geist aufgibt.
Aber langfristig, hinterher sind wir stolz drauf, solche Widrigkeiten gut im Team gemeistert zu haben.

Wir haben gemeinsam was geschafft!!! erlebt!!!! bewältigt!!!! und wir haben was zu erzählen….wie wir’s geschafft haben eine Woche ohne Kühlschrank zu existieren. Kein weltbewegendes Thema, aber die Kinder behalten es im Kopf und erzählen noch heute ganz stolz wie wir das alles hinbekommen haben.

Sonst könnten wir nur erzählen was es am Hotel Frühstücksbuffet gab.

Unbestritten, war ich einige Jahre wirklich genervt, auf dem Campingplatz anzukommen, auszupacken und mich wie ein Tier im Zoo zu fühlen.

Unglaublich: da kommt man als Blondchen auf dem Campingplatz an, steigt aus dem Bus, mit Kind und Hund, da rücken schon die ersten Familienväter die Stühle zurecht, öffnen sich das Bierchen, denn jetzt gibt’s Kino live!

Es muss wirklich unglaublich spannend sein , uns beim Aufbauen zuzuschauen.
Ich komme mir jedes mal vor wie ein Affe im Zoo.
Ne, stimmt nicht , Löwin im Zoo!

Aber ich bin ja mittlerweile nicht mehr umsonst Meisterin im Umpolen von negativen Dingen zu Positiven. Man muss es sich nur schön reden ;-).

Also ist es nun mittlerweile so rum, dass ich anfange es zu geniessen ein Aussenseiter zu sein.
Aussenseiter klingt so negativ.

Spannend ist nun mal das was nicht normal ist, was man nicht jeden Tag zu sehen bekommt.

So bezeichne ich mich mittlerweile eher als einzgartiges besonderes Exemplar.

Immerhin ist man sehenswert. Ich bin wohl toll…. beneidenswert…. bewundernswert… interessant….. oder warum sonst sollten die gucken….

Krieg ich  doch mit: sind es einerseits die Männer, die ganz ungläubig sind, dass sich Frauchen alleine mit Kindern ins Ausland traut und zum anderen die, die Angst vor solchen selbstständigen Frauen haben.

Na ja- wären wir alle so, bräuchten wir die Männer ja auch nimmer, so haben sie zurecht Angst unbrauchbar zu werden ;-).

Ausserdem ist es für so viele so langweilig den ganzen Tag mit ihren Frauen, die sich kaum noch was zu sagen haben- da kommt jede Abwechslung recht.

Das hat man ja auch noch nicht gesehen!!!

Die meisten sind jedoch sehr scheu, sprechen mich nicht an.

Muss ich mir mal einen Hammer leihen, wird sich erstmal nach der Ehefrau umgedreht ob das auch in Ordnung geht.

Aber ich habe kein Problem auf Leute zuzugehen, sich helfen zu lassen oder Tipps zu holen- nur so kommt an schnell weiter im Leben.

Was die anderen von mir denken ist mir eigentlich egal. Weil, man lebt sein eigenes Leben, nicht das der anderen.

Auf dem Sterbebett ist es egal wie oft sich die Nachbarn über eure dreckigen Fenster das Maul zerissen haben. Aber es wird dann essentiell wichtig sein, was ihr mit euren Kindern erlebt habt. Wie oft ihr peinliche Fragen gestellt habt wird vergessen sein, aber das was ihr in euren Abenteuern mitnehmt, das ist nicht vergessen!!!

So spring ab und zu einfach über deinen Schatten, Augen zu und durch, bei Dingen die einem etwas schwerer fallen. Jede Hürde die man nimmt ist eine bestandene Prüfung und die Nächste fällt leichter.

Die anderen fressen einen nicht wenn man sie um Tipps oder Hilfe bittet. Sie können höchstens ablehnen.

Ja und…..es laufen ja noch mehr Menschen auf dieser Welt rum.

Ausserdem sind die anderen neidisch. Neidisch auf das was man auch ohne Partner auf die Beine stellen kann. (Manch eine Frau oder Mann wäre froh wenn der Partner zuhause geblieben wäre, wenn man da so manchem Päärchen zusieht- manche würden wohl in dem Moment zu gerne mit mir tauschen)

Es ist nicht so leicht wie zu Zweit. Da mache ich euch nichts vor!

Und Camping alleine mit Kind eine richtige Herausforderung! Vor allem mental!!!
Und man muss es üben!!

Es gehört auch Übung und Training darin alleine glücklich zu sein!!! mit den Kindern.

Wie oft habe ich hier den Spruch gehört:
„Ach, ich mach ja soviel mit meinen Kindern, aber Camping, das würde ich auch gerne, aber das trau ich mich alleine doch nicht.
Wie schaffst Du das nur?“

Und das war nun der Anstoss eigentlich für den gesamten Blog.

Ich möchte alle Alleinerziehenden zu mehr Abenteuer  ermutigen, sich nicht in das Alleinerziehenden Schicksal zu ergeben.

Sondern aktiv was gutes draus zu erschaffen.

So, dass die Kinder Schluss endlich aus dem Schicksal keine komplette Vater- Mutter Familie zu haben Stärke ziehen und Selbstbewusst daraus hervor gehen können. Sich nicht einem „Leid“ zu ergeben und sich als „Opfer“ in der Gesellschaft zu fühlen in der man doch noch allzu oft auffällt und viel zu viele Steine in den Weg gerollt zu bekommen.

Die euch als Erziehenden als starke Person erleben, die auch mal zusammenbrechen darf, aber die nach vorne blickt, optimistisch, selbstbewusst, das Leben angeht ohne zuviel Angst auf seinem Lebensweg mitzunehmen, die einen oft  ausbremst.

Ich schreibe den Beitrag genau jetzt, in der Hoffnung, dass der eine oder andere sich bei seiner Urlaubsplanung vielleicht doch zum Camping Abenteuer entschliesst.

Spontan, ist eines der Stichwörter beim Campen.
Also wenn’s nur noch regnet, fährt man einfach heim oder erst 2 Tage später los. Man kann Zwischenstop machen, denn der Weg ist das Ziel.

Es ist auch beim Campen für jeden Geschmack was dabei:  man kann 2 Wochen stationär auf dem Campingplatz bleiben, Bus, Mobil Home, Wohnwagen oder Zelt, Stopp and go, jeem wie es einem gefällt. Und für jedes Kindesalter kann man individuell planen.

Genau darum soll es in meinen weiteren Beiträgen zum Thema campen gehen.

Es wird mehrere Beiträge zum Thema campen geben: angefangen vom optimalen Auswahl des Urlaubsortes in Kombination mit dem Alter der Kinder über Dinge die man mitnehmen sollte, Thema Sicherheit  in allen Belangen, kurz über alles was ich in den letzten 6 Jahren gelernt habe über das Campen mit Kindern.

Man kann sich sicher die eine oder andere lästige Erfahrung sparen, wenn man den einen oder anderen Tip oder Erfahrung die ich gemacht habe , berücksichtigt. Denn je einfach und minimalistish strukturierter man ist, aber mit wichtgen Dingen bestückt,  umso einfacher für das Elternteil.

Ich hoffe ich konnte euch so motivieren, dass ihr euch überlegt es nicht vielleicht auch mal zu versuchen.

Und ich würde mich tierisch freuen endlich mal ein paar Alleinreisende mit Kind zu treffen.

Um euch noch ein wenig zu begeistern, möchte ich ganz kurz ein paar Abenteuer erwähnen, die wir an einem ganz schlichten kommerziellen Campingplatz Nähe Venedig gemacht haben .

Wir haben eine Meeresriesenschildkröte gefunden!!!! in freier Wildbahn! und Riesen Stabmuscheln, die sind ca. 35 cm lang. Der Wahnsinn!

Neben den ganzen Muscheln, die wir uns, naach dem Schnorcheln, dann lecker mit Tomaten und Knobi am Abend selbst zu den Spaghetti machen. Ok, die Scampi dazu waren TK aus dem Laden ;-).

Und dann diese wahnsinnig tollen Gewitter an er Adria.

Ungefähr eines pro Woche , mit solch genialen Farben, dass allein auf meinem Billighandy mit Serienbildfunktion Mega Bilder raus kommen. Meine Kinder schwärmen jedes Jahr von den  Gewittern und den Farben in die die Landschaft dann taucht. Wir sitzen draussen oder drinnen wenn’s schon regent und gucken zusammen Gewitter: absolutes Highlight!

Wir fahren Kanu zu Sandbänken auf denen man sich fühlt wie in der Südsee.

Die gekühlte Melone dabei- wunderbar.

Dieses Jahr zum suppen gekommen (Stand up paddling). Da geb ich gerne noch Tips was sich lohnt mit Kinder zu unternehmen was sinnvoll ist, was nicht.

Dann haben wir die Räder dabei.

Die Kleine ist jetzt auch endlich 8 und fährt jetzt paar km am Stück, so dass man Fischmärkte oder schöne italienische Altstädte auch mal geniessen kann.

Abenteuer haben wir in den ganzen Urlauben jede Menge erlebt- vielleicht hätte ich mir das eine oder andere auch gerne erspart 😉

Kinder brauchen Abenteuer.

Kinder brauchen Natur.

Kinder brauchen gute Vorbilder.

Das ist das was ich hiermit sagen wollte!

Ihr könnt das auch! Traut euch! Es ist nicht schwer! Das schwierigste ist sich mental drauf einzulassen!

Hier habt ihr die Chance mit euren Kindern wirklich was zu erleben und zusammenzuwachsen- gerade wenn alles nicht ganz glatt läuft!

Hinter Bildschirmen findet ihr nichts –
hinter der Tür findet ihr Abenteuer!!

Und ihr könnt mir glauben, ganz nebensächlich, liebe Eltern.

So schwer es manches mal war und ich belächelt wurde, meine Kinder sagen mir WIE stolz sie auf mich sind, dass ich mehr Abenteuer biete als andere Mamas (und Papas, sie mögen es mir verzeihen wenn ich sie auch mal vergesse zu erwähnen- es gibt einfach weniger von euch). Und wie sehr sie es schätzen, dass ich mir den Hintern aufreisse um Dinge zu tun, die bisschen raus fallen aus dem ganz normalen, wenn ich versuche Highlights ins Leben zu bringen, die für mich das Leben so lebenswert machen.

Wenn die Kinder merken wie wir dadurch zusammenwachsen und unsere Gemeinschaft fühlen, dann ist das für mich wie ein innerer Reichsparteitag.

Finanzielles:
Das Geld ist bei mir wie wohl bei vielen Alleinerziehenden meist knapp. Daher ist camping für mich auch einer der wenigen Wegfahroptionen in den Ferien.

Ich rechne :
ca. 100,-€ – 150,-€ Benzin und Autobahngebühr
10 Tage 400,-€ Campingplatz
200,-€ Taschengeld (Eis, Märkte, Eintritt….)
Essensgeld brauche ich zuhause auch (ausserdem nehme ich viel mit)

Also brauche ich ganz grosszügig gerechnet 800,-€ zu Dritt plus Hund für 10 Tage.

Die kann ich mir übers Jahr in einer Spardose meistens immer schon zur Hälfte ansparen. Das tolle ist, dass selbst die Kinder immer gerne was in die Urlaubsspardose werfen möchten.
(Was ist nicht wirklich erlaube (ganz selten), sie sollen sich dann lieber selbst eine Urlaubskasse machen, finde ich)
Die Oma gibt meistens auch noch eine Kleinigkeit. So kann man sich auch mit kleinem Geldbeutel einen Campingurlaub leisten.
Oder mit einem grösseren Geldbeutel 2 im Jahr.

Ich habe festgestellt, den Kindern ist es egal WO man Urlaub macht- wichtig ist WAS man ERLEBT!!!!

Mein Fazit ist ich mache lieber längeren günstigeren Urlaub, als Urlaub wo ich schon relativ viel in z.B. die Anreise stecken muss, weil es weiter weg liegt, oder in teure Hotelzimmer. Die natürlich auch ihre Berechtigung haben.

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