Alleinerziehend mit Hund

Das Management alleinerziehend mit Hund ist manches Mal nicht einfach.

In meinen Augen braucht es recht klare Strukturen, dass der Hund zum Genuss wird und bleibt und nicht zum nervenden Faktor.

Gerade wenn man alleinerziehend mit Hund ist!

Meine Einstellung mag für den einen oder anderen zu hart sein. Ja auch für meine Hunde ist das Leben nicht immer ein Ponyhof. Aber ich verlange ihnen nichts ab was ich nicht von mir selbst verlange.

Mein Hund erfährt oft rechte Strenge am Anfang, aber ich kann ihm sehr schnell viel Freiheit gewähren, wenn er „funktioniert“.

Denn ein guter Hund, ist ein Hund,
der dadurch auffällt,
indem er nicht auffällt.

Wie ich meinen Hund organisiere hängt eng mit meiner Philosophie zusammen, der „Lehre der Harmonilogie„, von Anne Krüger.

Ich durfte Schülerin sein bei dieser grossartigen Tiertrainerin, die solch eine eindrucksvolle Art und Weise hat respektvoll mit ihren Tieren zu kommunizieren und zu leben.

Weiter hat mich stark geprägt, dass ich eine Zeit ein ganzes Rudel Hunde hatte – was die Einstellung zu all unseren liebäugig blickenden Gänseblümchen Haushunden verändert hat, die meist nicht mehr können, als eben lieb gucken.

Trotzdem ist mein Hund natürlich auch mein Prinzesschen und hat gewisse Privilegien.
Faszinierend ist für mich an der Haltung eines Hundes, welch für eine feine sensible Kommunikationsebene man mit ihm  erarbeiten kann.

Unglaublich was der Hund für ein Spiegel seines Halters ist! Hier kann man ganz klar sehen was für eine (Führungs-)Persönlichkeit der Mensch ist.

Gib, egal welchem Menschen, einen leichten, nach innen gereichten (dem Menschen zugewandten) Hund an die Hand und lass die beiden agieren- man kann sehr gut erkennen wo die Stärken und  die Schwächen des Menschen liegen, selbst wenn dieser noch nie was mit Hunden zu tun hatte. Äusserst eindrucksvoll.

Der Hund, ist mein Freund, mein Gast, den ich einlade, sein Leben mit mir zu verbringen.
Unter Einhaltung gewisser Regeln!

Ich bin der Pilot und führe meinen Hund, zeige ihm wie man sich in der Menschenwelt verhalten muss um keinen Ärger zu bekommen.

Und der erste und eigentlich einzige Schlüssel, der zum Erfolg führt, ist, dass ich meinem Hund beibringe, dass er mir zuhört wenn ich ihn anspreche und mit ihm in Kommunikation treten möchte.

Alles andere ist komplett unwichtig!
Erstmal!

Wenn der Hund gelernt hat, MIR zuzuhören wenn ich es möchte, trotzdem das Schnitzel auf dem Fahrrad vorbei fährt und eine gebratene Rehkeule vorbei hoppelt, dann habt ihr einen nach innen gewendeten Hund, der dem Menschen zugetan ist und stets kommunikationsbereit ist.

Sprich leise, denn er hört dir zu!!

Viele mögen nun sagen: das ist kein Hund mehr für mich, ein Hund muss wild sein und auch mal tun was er will.
Das tut mein Hund wirklich oft genug. Aber ein wirkliches Team, ob Mensch Hund, Chef Angestellter, Eltern Kind, Lehrer Schüler funktioniert nur mit der Basis der Kommunikationsbereitsschaft.
Alles andere ist Chaos.

Das Training, bei immer grösser werdendem Aussenreiz interessanter für den Hund zu sein als der Aussenreiz, ist die hohe Schule und doch so einfach.

Wenn die Lektion gelernt, ist flutscht alles von alleine.

Es ist immer bereit neues zu lernen, der Hund will dem Menschen gefallen.

Hört er mir zu, kann ich ihm ganz leicht erklären was Sitz und Platz bedeutet. und er wird Spass dran haben.

Ich biete einem Hund das von dem was ich glaube was ein Lebewesen glücklich macht:

Bewegung und eine Aufgabe

Ich habe nicht die Zeit, nicht den Anspruch und schon gar keine Lust 3x am Tag 30 Minuten mit meinem Hund spazieren zu gehen. Ich bin auch nicht überzeugt von der Theorie: mein Hund muss draussen mal schnüffeln was so los ist unter den anderen Hunden.

Der Hund muss  in meine gesamte Alltagsorganisation passen.

Ich handhabe das so, dass er morgens, nachdem die Kinder ausser Haus sind, seine Bewegung bekommt. Wir joggen oder radeln in zügigem Tempo ein paar Kilometer. Das kann man manches mal auch verbinden wenn man Kinder zur Schule bringt oder einkaufen muss bzw. den eigenen Sport macht etc.

Was den einen oder anderen Hundehalter auch irritiert, dass ich während meiner Qualitätszeit mit meinem Hund keine Lust habe, dass die Hunde zusammen spielen.

Mir geht’s wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin darum mich mit ihm mit Geschwindigkeit zusammen fort zu bewegen (in einem Rudel macht das noch mehr Spass!!! – Freebiken nennt man das: eines der schönsten „Sportarten“) und mit ihm zu kommunizieren- meine Qualitätszeit mit meinem Hund!

Unsere gemeinsame Zeit draussen und wir geniessen das!

Den weiteren Tag über hat meinen Hund seinen Job als Dienstleistungshund.

Er holt Holz mit mir hoch, macht Türen auf und zu, trägt Wäsche im Maul mit oder hebt runtergefallene Dinge auf.
Nicht , weil ich unbedingt die Hilfe brauche, sondern damit der Hund eine Aufgabe hat. Und der freut sich jedesmal wie Sau wenn er mir eine Tür schliessen darf oder ein Holzscheit mit hoch tragen.

Mal abgesehen davon hat es mich  doch einige Male gerettet, dass ich meinem Hund beibrachte, dass er mir alles bringen soll, was mir aus der Tasche fällt. 3x hat mir das schon meinen Haustürschlüssel gerettet!
Selbstverständlich muss sich der Hund bei mir oft auch sein Futter erarbeiten bzw. ersuchen.
Die Tricks baue ich mir schon zweckgebunden auf.
Momentan üben wir, dass der Hund auf Kommando zu dem jeweiligen Kind läuft. So kann er später jedem was bringen oder holen.

Es gibt viel zu sagen zum Thema Hundehaltung.

Das Thema ist sehr polarisierend, Hundemenschen polarisieren. Vor allem die Grossen.

Jeder muss schauen was einem liegt, wie man mit dem Hund leben möchte.

Schade ist nur wenn man den Hund nur noch als nervend betrachtet, weil er sich nicht anständig in der Menschenwelt benehmen kann.
Und die Entscheidung sich einen Hund anzuschaffen oder nicht muss gut überlegt sein!! Ganz besonders wenn kleine Kinder im Haushalt leben.
So wünsche ich allen viel Spass mit ihren Vierbeinern!!!

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