Die hysterische Frau

Die Hysterie wurde Mitte 19. Jahrhundert beschrieben und immer typisch weiblich Frauen zugeschrieben.

 

Typischerweise wurden Betroffene in Nervenheilanstalten eingewiesen.

 

Sanatorium, Anstalt, Klinik, Krankenhaus

 

Es handelte sich wohl um ein diffuses psychiatrisches Krankheitsbild ohne erkennbare Ursache. Es scheint um hochemotionale Erregungszustände zu handeln.
Ärzte hielten es oft für Simulation und Übertreibung.

Die Hysterie ist ausschliesslich negativ belegt.

Heute nutzen es allzu gern die Männer um die Frauen ein wenig für Plemplem zu erklären und schon mal das Wort Psychiatrie in den Raum zu werfen.

Hoch emototionale Gefühlslagen und -ausbrüche schliesst natürlich einen klaren Sachverstand in diesem Moment aus. Heisst aber nicht, dass die Frau nicht im nächsten Moment total rational nachdenken kann.

Hormone machen es möglich.

Hysterie kommt aus dem griechischen und bedeutet Gebärmutter, also typisch weiblich, voller Hormone.

Die Negativität verdanken wir wohl dem Patriarchat, weil sie mit unseren Gefühlausbrüchen schlicht weg überfordert sind.

 

Freud nannte die Hysterie als „Krankheit des Gegenwillens“.

Tatsächlich entkamen so viele Frauen ihren Elternhäusern oder Ehen, für wenige folgte daraufhin sogar ein Studium.

Die Frauen konnten so ein Minimum an Selbstbestimmung durchsetzen.

Andererseits ist es unglaublich was Männer taten um uns dort festzuhalten wo sie uns gerne hätten: Heim und Herd. Sie liesen uns kurzerhand für unmündig erklären.

Die Erziehung der Frauen zu ihren Nutzen und Gefallen nahmen die Männer in Anspruch.

 

Mit dem Wandel der Geschlechterverhältnisse und Emanzipation und somit Bildung, Unabhängigkeit und sogar Studium verschwanden hysterische Patientinnen aus den Anstalten, so schnell wie sie kamen.

Das Phänomen ekstatischer Jungfrauen verflüchtigte sich. (Franka Nagel)

 

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