Schreibaby- totale Verzweiflung [Tipps]

Ich kann mich nur zu gut an die Zeit zurück erinnern, auch wenn es schon 10 Jahre her ist.

Man ist so verzweifelt, dass man irgendwie verstehen kann wenn manche Mütter komplett durchdrehen.

Das Schlimme ist: wenn man in dem Leben mit einem Schreibaby drin steckt, hat man zwar die Hoffnung, dass es nach 3 Monaten aufhört, wie alle sagen, doch wissen tut man es nicht. Man hofft, nicht zu denjenigen zu gehören wo das bis zu einem Jahr dauert!

Ich kam von der Entbindung heim, hatte ein schönes Wochenbett, lies mich verwöhnen. Nach ca. 2 Wochen fing meine Tochter abends ab 18 Uhr an zu schreien und lies sich nicht mehr beruhigen bis ca. Mitternacht.

Innerhalb 1-2 Wochen hat sich das ausgedehnt auf schreien von 6 Uhr morgens bis ca 1 Uhr nachts.

Mit Glück hatte ich von 1 nachts bis 5-6 Uhr Ruhe.

Man fühlt sich so erschöpft, so hilflos, auch hilflos dem Kind gegenüber, dem man ja helfen möchte, da es ihm ja schreiend scheinbar schlecht geht.

Man versucht ja alles: füttern, wickeln, spazieren gehen, Schnuller, wickeln, rumtragen –  nichts hilft!

Zunächst muss natürlich die körperliche Seite abgeklärt werden. Möglich ist, dass das Kind schreit, weil es <schmerzen hat. Häufig kommen nach der klassischen Entbindung Nackenprobleme vor.

Ich denke, dass Verdauungsprobleme immer eine Rolle spielen, da sich der Darm ja komplett umstellen muss. Kaum vorstellbar, dass das ohne Verdauungsprobleme von sich geht.

Aber ein Termin beim Osteopathen kann wirklich helfen.

Zu beachten ist, dass es ein voll ausgebildeter Osteopath (und Heilpraktiker( oder Arzt)) ist und nicht ein Krankengymnast ect. mit Teilfortbildungen aus der Osteopathie. Diese dürfen nur auf ärztliche Anordung therapieren – auch wenn das oft anders dargestellt wird. Sie haben nichts über Diagnosestellung gelernt und dürfen das auch nicht.

Es gibt in Deutschland verschiedene Schreiambulanzen in Kliniken.

Dort kann man einen Termin vereinbaren.

 

In meiner Situation mit meiner Schreitochter, stiess ich auf 2 verschiedene Theorien, die aufgestellt wurden:

  • zum einen eine leicht esoterische Begründung: da ein Jahr eine „runde“ Sache ist,                  müsste auch eine Schwangerschaft 12 Monate dauern statt 9 (10). Und diese 3 Monate              soll das Kind noch nicht so recht angekommen sein
  • zum anderen soll sich ein Neurotransmitter (Botenstoff im Gehirn), der uns wieder                 runterbringt, noch nicht in ausreichender Menge vorhanden sein, so, dass die Kinder              einfach überflutet mit Reizen sind, die sie nicht mehr entspannen lässt

 

Was an Tip zur Folge hat, dass man möglichst die Aussenreize ausschaltet. Also eher nicht spazieren geht. Geräuschquellen minimiert, optische Reize etc.

Ein anderer Tip, der ganz gut half ab und zu, war das pucken.

Ein weiterer Tip war das Staubsaugen.

Ihr lacht?

Nein, der Staubsauger imitiert das Geräusch der Hauptschlagader im Bauch und der Säugling fühlt sich sozusagen wieder heimisch.

Ein weiteres Problem ist, dass manche Kinder keinen Schnuller nehmen und noch keinen Daumen.

Da half mein kleiner Finger. (er wurde zwar manchmal fast schwarz und war kurz vor dem Abfallen, aber Hauptsache, das Kind schrie mal nicht)

Bei mir war erfahrungsmässig das Tragen vor meinem Bauch im Tuch, dabei staubsaugen, treppesteigend (zum Glück hatten wir damals eine Maisonettwohnung) und mein kleiner Finger im Mund die Lösung um mal eine Stunde Ruhe zu haben.

Ansonsten half nir durchhalten!

Durchatmen!

Versuchen, das Kind mal abzugeben. Ich weiss, das ist sehr schwierig.

Und einfach darauf vertrauen, dass in 3 Monaten alles gut wird!!!!

Es wird!!!

 

                                 

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