Sicherheit!!!! Wind- und Wettergefahr draussen, besonders mit Kindern!!!!

Ich liebe die Natur!!!!

Mit meinen Kindern.

Ich liebe Wind und Wetter.

Ich liebe Aktion draussen.

Aber ich stehe voll auf passive Sicherheit.

 

Mich wundert es doch immer wieder, wie die Menschheit die Naturgewalten NICHT respektiert, vor allem nicht vorausschauend plant!

Gehe ich in die Natur raus, egal was ich vor habe, Badesee, Lagerfeuer, auf den Berg gehen, Ski fahren, Schlittschuh auf dem See, wandern, SUP, etc….. schaue ich mir Wind und Wetter an. (bei mir Berufskrankheit wohl 😉  )

Optimalerweise im Wetterbericht, vor allem für diejenigen, die keine Wettererfahrung haben, also keine meteorologischen Vorkenntnisse UND vor Ort, sehr empfehlenswert.
Da guck ich einfach mal in den Himmel!
Und das des Öfteren.
Ich kenne auch die Windrichtung und Stärke und wie sie sich tendenziell entwickeln soll, laut Wetterbericht.
Sagt dieser: „Heute Sonnenschein bei 0 Wind.“- kümmere ich mich nicht allzusehr darum.
Aber sonst schon- je nach Aktivität.

Es lohnt sich weder bei Föhndurchbruch Skifahren zu gehen: falls die Bahn überhaupt noch fährt, gebe ich viel Geld für die Karte aus, dafür, dass der Lift höchstwahrscheinlich bald schliesst aufgrund der Windgeschwindigkeit.

 

selbstverständlich werden in Bayern hier die Touristen, die abermals mit den Schläppchen auf dem 2000 der stehen, von den Einheimischen belächelt. AUCH, wenn da eine bequeme Bahn hochführt und die Alm gleich nebenan ist. Denn was wenn Wetterumschwung oder defekte Bahn? fährt diese nicht mehr und muss man mal 2000m absteigen.
Da werden nur die Fusslahmen rausgeholt- wer aber gesunde Beine hat, muss laufen.

Direkt ausgelacht werden dann die, denen mit Sandalen mal wieder die Fussbänder reissen und der Heli einfliegen muss (wir haben hier die grösste Dichte an Helikopereinsätzen in ganz Deutschland).

Aber ums auslachen geht’s ja gar nicht.

Sondern darum, vorausschauend zu planen.

Wir haben Kinder und denen möchte ich die Natur gefahrlos näher bringen.
Und wenn ich ihnen was über Wetter und Sicherheit erzählen kann, um so besser! Umsonst ist das nie.
Und es hätte manch einem schon das Leben gerettet.

Speziell mal Badesee und am Meer, vor allem:
Im Zeitalter der grossen Aufblastiere………ohne funktionstüchtiges Paddel und Finne zur Richtungsstabilität ist es sehr schwierig weite Strecken zu paddeln.

Ich erkundige mich immer nach den 3-4 gefährlichen Wetterlagen:

  • Gewitter?
  • Kaltfront?
  • viel Wind? Sturm aufkommender? bzw. Föhndurchbruch?

 

 

  • Windrichtung!!!

 

Windrichtung ist am Wasser essentiell wichtig. Woher kommt er?

 

 

Vom Wasser zum Land?
oder
Vom Land zum Wasser?

Bei ersterem treibt’s mich immer wieder an Land, also nicht schlimm, auch wenn der Wind stärker wird.

Bei zweiterem wird’s problematischer: gerade ich alleine, nicht allzu kräftig, bin sehr pingelig bei der Windgeschwindigkeit: ich weiss wo’s einen mit dem Kanu hintreibt wenn man einen Kreis paddelt und der Wind ist schon etwas mehr bis kräftig.
Ich lasse sowas im Stehbereich durchaus meine Mädels paddeln, damit sie selbst die Erfahrung machen, denn Kinder können manche mal schlecht zuhören, bzw. gehörtes in die Praxis umsetzen.
Und da misch ich mich dann, gefahrlos, auch nicht ein, damit sie selbst merken wie sich das paddeln anfühlt und welche Strecke man in kurzer Zeit zurücklegt.

Das checke ich gerade beim Paddeln auf dem Meer ständig.
Ich will mir unmöglich mal die Blösse geben an der Adria an die nahegelegenen Sandbänke zu paddeln und dann abgetrieben zu werden und Event den Camping anrufen zu müssen, dass wir in Kroatien stehen ;-)))).

 


Gewitter:

Sehr gefährlich, kaum zu übersehen, überhören und dennoch nehmen es so viele nicht ernst. Beim Donner stehen oft noch viele im Wäldchen auf’m Berg oder      am Meer weit draussen auf den Sandbänken…….mir    wirklich unverständlich.

Hört man den Donner mach ich mich auf den Weg , spätesten. Das kann noch Kilometer weit weg sein, aber Gewitter sind schnell, haben eine hohe Windgeschwindigkeit. In den Bergen sieht man gar nicht wie nah es ist, weil die Berge im Weg sind. Aber auch in der Ebenen kann es in Minuten da sein.

Beobachtet mal die aufkommenden Gewitter, oder auch wenn sie nicht kommen, trotz angekündigt an diesem Tag:

 

Gewitterwolken entwickeln sich horizontal, in die Höhe, sie bauen immer mehr Wattebausch oben auf, werden höher und höher. Meist fangen sie ja am Mittag an sich zu entwickeln. Beobachtet mal: sie werden höher und höher, so alle viertel Stunde mal hinsehen! Oder aber sie werden auf einmal wieder kleiner, fallen zusammen, es kommt doch keines. Glück gehabt.

 

 

Kaltfront:

Das sind diese ganz schlimmen Unwetter, die plötzlich auftauchen und ab und zu auch mal ganz schlimme Schäden in Deutschland anrichten können.

Da brauch ich glaube nicht viel zu sagen.

Wenn im Wetterbericht Kaltfront steht, dann bin ich äusserst vorsichtig in meiner Freizeitplanung.

Oder, wenn die schwarze Wand auf euch zurollt wird’s spätestens Zeit ganz schnell das Trockene aufzusuchen. Eine Kaltfront ist sehr schnell!!! Kann bis 250-300 km/h sein!
Kann auch mit einem Frontgewitter, die sehr heftig sind, einhergehen.

 

 

Föhn:

Den gibt’s ja nur in vereinzelten Gebieten in Deutschland.

Vorwiegend in den Alpen.

In Frankreich ist es der Mistral.
In anderen Ländern kennt man Bora, Schirokko, auch Inseln haben ihre eigenen, oft starken, Windsysteme.

Föhn bedeutet meist richtig tolles, schönes (Kopfweh-) Wetter.
Optimal um draussen was zu unternehmen wenn man raussieht.
Klassische Wolken sind die „Lenticuaris“, Linsenwolken. Denn genauso sehen sie aus, wie Linsen. Schön glatt unten und oben, von hoher Windgeschwindigkeit, in der Höhe, umspült. Es müssen aber nicht unbedingt Wolken am Himmel sein, z.B. bei geringer Luftfeuchte.

Kein Problem, solange er nicht durchbricht.
Was er meist nicht tut.

Aber WENN……..DANN…..geht die Post ab!!!!
Richtig doller Sturm!
Gut ist wenn man weiss, dass so etwas passieren kann.

 

 

Dreht das Windrad IM Uhrzeigersinn kommt der Wind von vorn; dreht er dagegen kommt der Wind von hinten.

 

 

 

Wie bestimme ich den Wind?

Für mich wird der Wind im Gesicht so ab 20-25 km/h schon unangenehmer.
Guckt euch die Bäume an: wedeln leicht die Blättchen oder schon die Äste, oder ist der Baum bereits entwurzelt ;-)))?

Übung macht den Meister.

Wäsche auf der Leine, Fähnchen an Tankstellen, Rauch,……seid erfinderisch.

Ich rupfe mit den Kids meist ein paar Grashalme aus um die Richtung zu bestimmen oder halte eine leichte Tüte in die Luft, ein Plastikbändelchen etc.
Die Kinder müssen das bei mir auch selbst checken.
Das ist einfach Pflicht.
Wer sich in der Natur bewegt, sollte sich mit ihr auseinander setzen und sie respektieren.

Ich bin manches mal schockiert über die Planung und Durchführung mancher Aktivität mit Kindern von Erwachsenen. Da wird mir Angst und Bange.

Ich steh echt auf n bisschen Adrenalin und so, aber umbringen möchte ich mich nicht.

Ich appelliere nicht an Fachwissen, sondern einfach an den normalen Menschenverstand und vorausschauendes Planen.

 

In diesem Sinne wünsche ich tolle Naturerlebnisse.
Auch mal mitten im Gewitter stehe oder n der Kaltfront, aber dann bitte in sicherem Gebiet!

*

 

Warmfront:
Kurz für Neugierige:
Ohne Bedenken!!! Eine angekündigte Warmfront kommt sehr langsam und geht mit Nieselregen einher. Gefahrlos- nur nass.

 

Schon mal so einen Schwachsinn gesehen???

 

*

                           

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