Stell dir vor, es ist Rosenkrieg und keiner geht hin

Oft habe ich mir die Frage gestellt wie lange führt man Rosenkrieg?

 

Stell Dir vor es ist Rosenkrieg und keiner geht mehr hin.

 

krieg

Wer beendet ihn?

Wie beendet man ihn?

Wann beendet man ihn?

Wer hat überhaupt angefangen?

 

 

 

Wahrscheinlich denkt jeder von sich: ICH NICHT!

So wie ich auch. Ich hatte keine andere Wahl als so zu reagieren wie es war!

Wer glaubt man kann Kinder bei einer Trennung komplett aussen vor lassen, irrt, denke ich. Schön wäre es natürlich mal Anderes zu hören.

Gerichtsverfahren wegen Unterhalt wie auch Verfahren wegen Umgang gehören wohl in solch einem Krieg dazu.

Wie weit darf man gehen in einem Krieg?

Sind alle Mittel erlaubt?

Oft habe ich mich im Verfahren wegen Unterhalt gefragt ob sich das alles lohnt? Der ganze Geldaufwand, Zeit und Energie. Die ganzen Emotionen über Jahre, die sich das ja meist hinzieht- kein Ende in Sicht.

Und beim Umgang?

Keine Frage hat sich der Kampf gelohnt!!!! Ein Leben mit kleinen Kindern, die 700km weit weg wohnen konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Oft ja nicht die Wahl hat ob man nun vor Gericht will oder nicht.
Will einer, muss der Andere.

– auch zahlen!

Bis heute habe ich es nicht geschafft im Umgang das Optimum für unsere Kinder rauszuschlagen, in meinen Augen. Denn was ist schon Optimum wenn die Eltern nicht zusammen sind.

Wenn ich mich umschauen sind alle möglichen Modelle des Umgangs problematisch, -mehr oder weniger.

Aber soll man ewig kämpfen- wie lange noch?

Und vor allem die Kinder kriegen ja doch was mit, selbst wenn man versucht sie damit nicht  zu konfrontieren.

Als meine grosse Tochter einmal traurig war wegen einer Streiterei, war ich ganz akut mit der Frage konfrontiert:

Lohnt sich das alles?

Und in diesem Moment erschien mir doch die einzige mögliche Lösung alles zu beenden ganz einfach:
Was wäre, wenn ich einfach sage: „Du, Vater unserer Kinder, lass uns aufhören, mach was du möchtest, zahle, wie du magst, besuche wann es dir gefällt.“

Ich kann sofort aufhören zu streiten, wenn wir das wollen, dachte ich.

Das heisst aber auch, dass sich dann unser Leben ändert.

Ganz zu schweigen, dass es das Geld der Kinder ist! nicht meines, ich nutze es um den Kindern, unseren Kindern was zu bieten. Und alles möglichst so zu erhalten wie sie es gewohnt waren in ihrem sozialen Umfeld.

Denn mit Hartz4 würde sich doch einiges ändern für die Kinder.

Da wurde mir klar:

Nein, in manchen Dingen lohnt es sich für sein Recht zu kämpfen.

Oder für das Recht anderer. denn nun ist alles geregelt. Die Kinder kommen nicht mit der Volljährigkeit in die Bredouille sich um ihren eigen Unterhalt kümmern zu müssen und mit dem eigenen Vater um Geld streiten.

Und es lohnt sich, dass die Kinder sehen, dass auch mancher Kampf im Leben sein muss, um sein Recht gekämpft werden muss. Und durchgezogen werden muss. Man kann nicht alles hinnehmen im Leben.

So frage ich mich weiter hin und wieder:

Wie lange soll das gehen?

Haben alle anderen recht? Es geht solange die Kinder Kinder sind.

Ich glaube es ist tatsächlich so.

Einen solchen Teufelskreis zu durchbrechen scheint mir unmöglich.

Und meist ist es ja so, dass ein Rosenkrieg entsteht, weil die Kommunikation nicht passt. warum sollte man plötzlich etwas klären können?

Das würde Willen beider E Partner voraussetzen an der Situation was zu ändern und sich selbst dabei zurückzunehmen.

Manchmal gewinne ich den traurigen Eindruck, die Kinder gewöhnen sich an diesen unmöglichen Zustand.

Der dem Kindesvater scheinbar nicht mal bewusst zu sein scheint, da er nicht mit den Kindern lebt und sieht wo es fehlt und was dieses Missverhältnis zwischen den Eltern mit sich bringt.

Was man gemeinsam schaffen könnte zum Wohle der Kinder.

Was geht einem Ex Partner während eines Rosenkrieges alles verloren am Genuss der Kinder……..

……denn ist der Ex nicht immer ein wenig abhängig vom Wohlwollen des Elternteils wo sie Kinder leben?

Ich bin gerne für direkte Worte, ganz nach dem Motto:

Wer ficken will muss freundlich sein!

Um das mal drastisch auszudrücken.

Ich denke, verstehen sich die Elternteile, können alle davon profitieren und gewinnen.

Was geht meinem Ex alles am Leben seiner Kinder verloren, weil ich keine Lust habe ihm davon zu erzählen.

Ist er sich wahrscheinlich nicht bewusst, sonst würde er weinen, weil merken er hätte vieles anders machen sollen.

Man muss auch an die Zukunft denken, Kinder werden älter.

Man bringt sich so um ganz viel Genuss.

Da stellt sich mir immer die Frage wieviel Interesse dem Ex Partner an den Kindern bleibt wenn er sich eine neue Zukunft aufgebaut hat?

 

Fazit:

Eine Trennung mit Kinder ist mega kompliziert und erfordert unheimlich viel Respekt vor einander. Der meist bei Trennung vorher schon verloren ging.

Laut meiner Richterin funktioniert ein optimales Umgangsmodell nur in 4% der Fälle.

 

Mein Fazit:

Ich habe einige Zeit gebraucht mit dem Rosenkrieg umgehen zu können. Denn eines der schwierigsten Dinge für mich persönlich bei der Trennung war, dass mich mein Mann, warum auch immer, ( plötzlich) abgrundtief hasste.

Ich war ja auf einem ganz anderen Gefühlslevel.

Zu akzeptieren, vom Vater seiner Kinder bis aufs Blut gehasst zu werden, war schwer.

Aber die Einsicht, dass nur er es sich schwer macht mit seinem Hass und, dass ich nun mein Leben lebe brachte mich schnell weiter.

Es ist ein Teil in meinem Leben, aber es tangiert mich nicht mehr sonderlich. Die Kinder leben mit mir, das ist die Hauptsache.

Ich habe ihn ausgeblendet, so komme ich gut klar. Für mich existiert er nicht mehr. Da ist nur ein Mensch der stets versuch mich zu ärgern wenn er Möglichkeiten sieht und sehen würde und der sehr wichtig für meine Kinder ist.

Dass er sich in meinen Augen nicht schön gegenüber seinen Kindern verhält , fiel mir anfangs auch schwer und man ist stets versucht als Mutter, das Beste für seine Kinder rauszuholen und der Versuch sich einzumischen ist gross.

Aber es ist SEIN Umgang und wenn es nicht schön ist, schaufelt er sich sein Grab selbst bei den Kindern. Denn die werden grösser, verstehen mehr und bilden sich ihre eigene Meinung. Ich sehe es von Umgang zu Umgang.

Kinder lieben ihre Eltern immer. Aber wie das Verhältnis ist, da hat jeder sein zutun. Und jeder ist selbst verantwortlich wie das Verhältnis zwischen den Kindern und sich ist und wie sich das Leben als Elternteil mit den Kindern gestaltet.

 

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