Warum sich jeder Weltmeister als Vorbild suchen sollte

kann nicht!

Nein jetzt kommt nicht der Spruch mit der Hummel, denn der stimmt sowieso nicht: die aerodynamischen Gesetze gelten auch für Hummeln!

Aber:
Ich kann nicht gibt’s nicht!
Das heisst höchstens:
Ich hab‘ das noch nicht geübt!

Das ist einer meiner Lieblingssprüche.
Unsere Kinder gehen zur Schule. Dort steht ein Lehrer, den die Schule angestellt hat um ihnen Wissen beizubringen. Später an der Uni, im Beruf, in der Freizeit.
Der Lehrer ist jemand, der das was ich lernen möchte bereits besser kann als ich.
Oftmals ist man mit dem Lehrer nicht einverstanden nicht glücklich.
Dann kommen Chancen im Leben wo man sich seine eigene Lehrer aussuchen kann.
Und dann:
möchte ich von Meistern lernen!
Von Weltmeistern!
Natürlich ist es völlig schnurzpiepegal ob es ein Vize deutscher Meister oder Hessicher Meister oder Weltmeister ist.
Möchte ich Schach spielen lernen, Fussball, Kunst, es geht es schneller wenn ich mit Meistern trainiere.
Such dir nicht nur Lehrer, such dir Meister und du kommst schneller voran!
Und das meine ich nicht nur im Bereich des Tennis spielens oder Klavier…nein, auch im Geld verdienen oder glücklich und zufrieden sein. In Organisatorischem oder Erzieherischen, was auch immer. Such dir den, der sein Leben am glücklichsten schien, am zufriedensten und lerne von ihm! Lerne von ihm wie er seine Probleme angeht, denn er hat nicht weniger als du. Wie seine Weltanschauung liegt. wenn du viel Geld verdienen willst, such dir den, der es von unten nach oben geschafft hat, clever geschafft hat, denn auch der Weg ist das Ziel. Aber lass dich nicht blenden. Manche erscheinen nur als Meister sind aber „Eintagsfliegen“ mit grosser Klappe. Manche Meister vereinen auch nicht alles Gute in sich- pick es dir raus, aber meisterlich!

So ganz bewusst angefangen von Meistern zu lernen habe ich als ich anfing vor vielen Jahren mit Gleitschirmfliegen. Und im Laufe der Jahre habe ich gemerkt- das funktiniert einfach super!
Meine Anfänge absolvierte ich zügig und mit ein wenig Talent- so als Frau. Ich machte meinen Schein und nun ging’s ans üben. Jetzt fängt das eigentliche fliegen lernen ja erst an. Ich hatte nur die Basics. Man gab mir den Tip in einen Verein zu gehen. Aber ich war nie ein Vereinsmensch und Stammtische sind mir ein Greul.
Erstmal versuchte ich in verschiedenen Fluggebieten gute Piloten durch Beobachten ausfindig zu machen- dann waren die aber schon in der Luft und weg. Am Boden war ich mir oft nicht sicher ob die Jungs auch wirklich was drauf haben oder nur vor mir als Mädel angeben wollen. Und von irgendeiner planlosen Labertasche wollte ich mir auch nichts beibringen lassen.
Ich überlegte wie ich wohl an gute Lehrer komme….ohne viel zu bezahlen. Ich dachte mir dann, Gleitschirmflieger die Wettkämpfe mitfliegen, die müssen es doch drauf haben.
So hab ich mir Infos besorgt welche Voraussetzunen man braucht um einen Wettkampf mitzufliegen oder aber vor Ort zu sein und zuzugucken. Da war es leicht zu erfahren, dass es gleich einen ganzen Nachwuchswettbewerb gibt. Auf diesem Wege bin ich in das ganze Wettkampfgeschehen eingetaucht und hatte die Gelegenheit von den Profis zu lernen.
Meine weitere Überlegungen gingen dann weiter, dass es sinnvoll sein müsste mit einem Profi am gleichen Schirm zu hängen und beim Fliegen direkt zu lernen. Warum er wann welche Entscheidung trifft und  wie fliegt um maximal weite Strecke zurücklegen zun können. Auch das hab ich umgesetzt und nichts war besser als das.
Seit diesem Tag ist der Groschen gefallen. Es ist nicht so, dass ich nun Profimässig fliegen kann, aber ich habe doch ein fliegerisches Niveau erreichen können, das ich mir als Ziel vorgestellt hatte. Ein Jahr bin ich Schluss endlich deutsche Liga mit geflogen, einfach der Erfahrung Willen mal mit Top Piloten in einem Kontest zu fliegen. Bisschen was abgucken, auch mal bisschen internationale Piloten dabei haben. Dass ich ab diesem Level nicht weiterkomme beim Gleitschirmfliegen war mir jeher klar, weil mir dazu einfach ein Stück weit das Offensive und der Ehrgeiz und sonstige „Kleinigkeiten“ fehlen. Aber auch im Nachhinein war es der beste Weg sich was neues bis zu einem doch guten Niveau anzutrainieren.
Sich Meister suchen und von diesen lernen- so geht’s einfach am schnellsten!!
An dieser Stelle ganz lieben Dank an Stefan, Norman, Oli und Achim und vor allem Toni für all die lehrreichen Jahre!

Übrigens hab ich immer wieder festgestellt: es gibt nur wenig Profis, die ihr Wissen nicht gerne weitergeben. Die meisten helfen einem immer weiter. Egal in welchem Bereich.
Beim nächsten Thema in meinem Leben was mich so richtig „angefixt“ hat war das Thema Hunde. So dachte ich mir auch da ziemlich schnell: wer kann’s wohl am besten?
Eher nicht die Hundeschule nebenan, bei der die Trainerin so 2-3 Hunde besessen hat und somit auch komplett ausgebildet- nein! Ein echter Profi, ein Meister! Aber Vorsicht bei Hundetrainer gibt’s scheinbar ganz viele davon: einer weiss alles besser als der andere.
Ich hab mir dann jemanden ausgesucht bei dem die Hunde „funktinieren“ und die scheinbar ihre Hunde respektvoll behandelt, viele trainiert hat und am besten ein Meister geworden ist. Ich hatte mir mehrere angeschaut, mich aber hauptsächlich für Anne Krüger, die Schäferin , aus Osnabrück entschieden. Eine Trainerin, deren Stärke nicht im Umgang mit Menschen liegt- aber eine Meisterin ihres Faches! Nicht der nächste Weg von Bayern aus, aber für eine Meisterstunde Unterricht fahre ich auch mal weit und beitreibe einen entsprechenden Aufwand.
Anne ist Europameisterin im Schafehüten und schon ihre TV Auftritte haben mich begeistert. Sie ist wirklich Meisterin in ihrem Fach. Erlebt man Anne und ihre Hunde weiss man warum sie ihre Trainingslehre die „Lehre der Harmonilogie“ nennt. Sie kommuniziert derart feinfühlig mit ihren 20 Hunden, dass man sprachlos ist. Und alles ohne Leckerchen…..da wollte ich ALLES drüber wissen. Sie MUSSTE einfach Profi sein.
Ich hatte, sagen wir durch Schicksal, noch Gelegenheit  mein Wissen über Hunde zu erweitern indem ich in die Musherszene (Schlittenhunde) abgetaucht bin. Totaler Zufall. Andere Geschichte.
Schluss endlich durfte ich auch hier von einem Weltmeister lernen, Heinrich Stahl. Sogar meinen jungen Schlittenhunde konnte ich einen Meister als Lehrer zur Pfote geben. Heinrich hab mir eine sehr erfolgreiche Leader (Leit-) Hündin mit im Rentenalter, die meinen jungen Rüden alles gezeigt haben was sie wissen mussten. Und ihr hättet mal sehen sollen wie sie ihren Lebensabend bei uns genoss indem sie den Jungspunten zeigte wo der Hammer hängt.
Hier nochmals vielen Dank und ganz viel Respekt vor meiner verstorbenen Hündin Marley, die als erster deutscher Leader ein deutsches Team beim grossem Alpentrail Rennen, verletzt, ihr Team  als Gewinner ins Ziel brachte!!!
Und was soll ich sagen: klar, wollte ich der Erfahrunghalber gleich Wettkampfluft schnuppern. Also Infos einholen, Zulassungsvorrausetzungen erfüllen, Hunde einpacken, hinfahren. Dort angekommen, ziemlich planlos blieb mir auch hier nichts anderes übrig als mir jemanden zu schnappen, der schon paar Jahre dabei ist und weiss wie man so einen Bewerb angeht.
An dieser Stelle meinen Dank an Jürgen Stolz!
der mir im Weg stand und sich meine ganzen Fragen anhörte. So hatte ich trotz vieler Fehler bei den Bayrischen Meisterschaften gleich Gelegenheit mich als 3. hinter Jürgens 2. Platz zu positionieren.
Auch hier muss ich rückblickend sagen, ich hätte niemals in so kurzer Zeit mir soviel Fachwissen drauf schaffen können wenn ich mir nicht die Meister gesucht hätte.
Möchte kurz erwähnen, dass ich weiss, dass alle grossen Hundemenschen sehr polarisierend sind- das soll hier jetzt aber nicht Thema werden.
Genauso ist es mit anderen Dingen im Leben. Hätte ich meinen Fokus im Leben auf Geld verdienen gelegt, hätte ich mir jemand gesucht der das schnell in kurzer Zeit geschafft hat und hätte versucht von ihm zu lernen. Auch Menschen, die mir glücklich und zufrieden erscheinen, lohnen sich anzuschauen ob sie nicht als Lehrer taugen.
In meinem Fach als Krankenschwester. Die Intensivmedizin schreitet auch sehr schnell voran- auch hier kommt man schnell viel weiter wenn man sie an Leute mit grossem Fachwissen hält.
Hier meinen Dank an Tobi (shxxxt Google, ask Tobi) und weitere tolle Kollegen!
Das soll jetzt kein Beitrag gegen Lerngruppen sein, aber das lernen von denen die ganz viel wissen ist unerlässlich wenn man weiter kommen möchte.
Denkt ab und zu vielleicht mal dran euch die Menschen um euch rum anzuschauen. Nicht nur Kinder brauchen Vorbilder. Wir alle sollten uns welche suchen um schneller ans Ziel zu kommen. Natürlich nicht zu vergessen, dass der Weg auch das Ziel ist. Aber von Meistern lernen macht auch wirklich wahnsinnig viel Spass!

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